Mach-Bar-tour
Limited edition: Der Wettbewerb zur Machbartour
  • Kost-Bar
  • Denk-Bar
  • Wunder-Bar
  • Nutz-Bar
  • Vorzeig-Bar

Die Vorzeig-Bar

Die Ergebnisse aus allen Bars werden auf einem Podest oder Tisch arrangiert. Jede der vier Gruppen hat ihre eigene Präsentationsfläche. Am Ende der Veranstaltung dürfen alle Schüler/innen die Ergebnisse kosten und kommentieren. Eventuell wird ein "Best of" gewählt. Zusätzlich können Sie als Lehrkraft gezielt auf die Entwürfe ein gehen und die Gruppen zu verschiedenen Aspekten ihrer Lösungsvorschläge befragen.

Lernziele
Die Schüler/innen sollen erkennen, dass ein gesundes, selbst gemixtes Getränk überhaupt nicht "uncool" ist, wenn es nur "cool" verkauft wird - und das geht eigentlich ganz einfach.

Ablauf
Die Vorzeig-Bar bildet den Abschluss der Veranstaltung. Die Klasse findet sich im Plenum ein, jede Gruppe (bzw. der/die Moderator/in der Gruppe) präsentiert hier ihre Ideen und Arbeiten. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit der abschließenden Ergebnissicherung: Bar für Bar werden die zentralen Botschaften formuliert. Indem Sie noch einmal kurz zusammenfassen, was an den einzelnen Stationen Thema und Aufgabe war, ermutigen Sie die Schüler/innen, über ihre jeweiligen Aktivitäten an der Bar zu berichten und ihr Fazit zu verkünden. Es empfiehlt sich, zunächst die kognitiven Bars (Nutz- und Denk-Bar) aufzulösen, dann die Präsentation der Wunder-Bar vorzunehmen und mit der Auflösung der Kost-Bar und der Verkostung der selbst gemixten Getränke abzuschließen, da dieser Teil zu Unruhe führen kann.


Beginnend mit der Nutz-Bar zeigt sich, dass keine Verpackung "Mr. Perfect" ist, aber es große Unterschiede bei den Umwelt- und Gebrauchseigenschaften gibt. Hier erfolgt nun die Punktauflösung und die Auflösung der Fragen. Bei der Vorstellung der Ergebnisse können sich die Gruppen abwechseln.

Es stellt sich heraus:

  • Mehrweg - egal ob aus Glas oder Kunststoff - ist besonders umweltfreundlich.
  • Auch der Getränkekarton ist noch okay.
  • Die Dosen und Einwegflaschen sind Umweltflops.
  • Eine gute Alternative für unterwegs sind Flaschen zum Selberbefüllen, z.B. Travel- Cups.
  • Große Verpackungseinheiten belasten die Umwelt weniger als kleine.
Durch die ggf. unterschiedlichen Bewertungen der einzelnen Gruppen ergeben sich zahlreiche Diskussionsansätze, die Sie bei Bedarf auch in nachfolgenden Unterrichtsstunden noch vertiefen können.

Folgende Fragen können noch gestellt werden:

  • Habt ihr mit diesem Ergebnis gerechnet?
  • Was war für euch neu/unbekannt?
  • Wie oft können Mehrweg-Flaschen wiederbefüllt werden?
  • Auf was sollte man unbedingt achten, auch wenn man umweltfreundliche Verpackungen kauft? (Antwort: Kurze Wege für Mehrweg, dann wird die Umwelt weniger durch Transporte belastet.)
Wieso selbst gemixte Getränke auf jeden Fall ihren Preis wert sind, wird an der Denk-Bar aufgelöst. "Was ist euch aufgefallen? Welches Getränk hatte die meisten roten Punkte? Was heißt das? Was ist kennzeichnend für ein selbst gemixtes Getränk? Was sind Zutaten für einen guten Durstlöscher?"

Exemplarisch kann hier anhand eines selbst gemixten Getränkes aus der Klasse noch einmal eine Bewertung vorgenommen werden. So wird spätestens hier jedem/jeder klar:

  • Ein guter Durstlöscher kommt mit ganz wenigen guten Zutaten aus.
  • Verschiedene Säfte und Mineralwasser reichen für einen schmackhaften Durstlöscher.
  • Trendgetränke sind hingegen aufgemotzt mit einer Vielzahl an überflüssigen oder nicht geeigneten Zutaten.
Abhängig von der zur Verfügung stehenden Zeit bietet es sich an dieser Stelle an, das Thema "Alkopops" anzusprechen. Das Thema sollte im Idealfall jedoch ausführlicher in einer nachfolgenden Unterrichtsstunde im Rahmen der Suchtprävention behandelt werden. Je nach Alter haben die Schüler/innen bereits unterschiedlich intensiven Kontakt mit diversen Alkopops gemacht. Der Balanceakt bei der Darstellung dieses Themenbereiches besteht darin, nicht ungewollt Aufmerksamkeit auf diese "Verführer" zu lenken und gleichzeitig den "pädagogischen Zeigefinger" zu vermeiden. Die Schüler/innen erhalten vielmehr die Gelegenheit, offen über ihre Einstellungen und Kontakte zu berichten - wenn sie mögen. Sachlich kann darauf hingewiesen werden, dass in einem solchen Getränk in einer kleinen Flasche ca. zwei Schnäpse stecken und aufgrund des Zuckergehaltes und der Kohlensäure der Alkohol viel schneller ins Blut übergeht. So münden erste Anzeichen von Entgleisungen überraschend schnell und total ungewollt in völliges Außer-Kontrolle-geraten. ("Wenn ihr gerade auf einer Party "euer Herzblatt" ansprechen wollt, ist so etwas dann eher ziemlich peinlich und abtörnend!")

Dass allein die Werbung mit einem pfiffigen Konzept dennoch zum Kauf von Trendgetränken animiert, erweist sich beim Ansehen der vier gestalteten Werbeplakate aus der Wunder-Bar:

  • Im Handumdrehen hat jede Gruppe mit entsprechendem Werkzeug aus einem ganz normalen Getränk ein Trendgetränk gemacht.
  • Mit Werbung erkauft man sich also vielmehr ein Image als einen Produktnutzen, denn viele Trendgetränke schmecken nicht besser, haben keine besonderen/wertvollen Inhaltsstoffe und sind auch noch teuer.

Die Schüler/innen bekommen Gelegenheit, etwas zu ihren Entwürfen und Gedanken zu sagen und über die Entwürfe der anderen zu diskutieren. Mögliche Fragen zur Einleitung der Diskussion: Was gefällt euch? Was spricht euch denn an? Was fällt auf? Haben die Plakate etwas gemeinsam, z.B. englische Wortwahl, Fantasiesprache, die Aufforderung, etwas zu tun z.B. "drink it - check it!" etc.?

Zum Abschluss erfolgt die Auflösung der Blindverkostung an der Kost-Bar. Hier sollen die Schüler/innen Gelegenheit erhalten, ihre bereits gemachten Erfahrungen mit Trendgetränken insbesondere hinsichtlich des Geschmackes und des Preises zu schildern. Anschließend erfolgt der Vergleich zum selbst gemixten Getränk.

Hieraus ergeben sich die zentralen Botschaften wie von selbst:

  • Selbst gemixte Getränke schmecken lecker, meist sogar besser als Trendgetränke und sind in der Regel preiswerter.
  • Selbermixen macht auf jeden Fall Spaß und ist eine gute Alternative zum Beispiel für Klassenfeten.
Nun erhalten die Schüler/innen die Gelegenheit, die selbst gemixten Getränke der anderen Gruppen zu probieren, zu vergleichen und zu bewerten. Zum Abschluss der Veranstaltung wird den Schüler/innen das Ergebnisblatt zur Vorzeig-Bar ausgehändigt, das die wichtigsten Ergebnisse in schriftlicher Form enthält.

Materialien

  • 1 Wasser abweisende Tischdecke zur Dekoration und zum Schutz des Tisches
  • 1 Plastik-/Pappbecher pro Schüler/in zur Verkostung der selbst gemixten Getränke
  • Ergebnisblatt Vorzeig-Bar
  • Kamera zur Dokumentation der Ergebnisse (falls vorhanden)





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